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Sind wir alle moderne Sklaventreiber? Die Fairtrade Mouse von nager-it.de

Einen interessanten Artikel über eine sogenannte „Fairtrade Mouse“ fand ich in der aktuellen Ausgabe (1/13) der CT (Magazin für Computer Technik).

Fairtrade Mouse nager.it Cultural-affair.de

 Fairtrade mit „unbekannten Arbeitsbedingungen“

Die Geografin Susanne Jordan, aus Bichl in Oberbayern, stellte sich der Herausforderung, eine Computer-Mouse aus möglichst fair produzierten Ressourcen herzustellen. Die Fairness bezieht sich hier auf Arbeitsbedingungen, Zulieferer und Rohstoffe. Das Ganze stellte sich als schwieriges Unterfangen heraus, am Ende produzierte sie eine Mouse, deren Bestandteile zum größten Teil aus Deutschland kommen. Bei einigen Teilen musste sie auf Material aus „unbekannten Arbeitsbedingungen“ zurückgreifen – überwiegend angeliefert aus China.

Das Ergebnis scheint aus Fairtrade Gesichtspunkten nicht sonderlich befriedigend, aber Susanne Jordan arbeitet an einer Optimierung. Ich finde den Gedanken sehr wichtig, sich bewusst zu machen, woher unsere Güter stammen und wie diese oft eigentlich so billig sein können.

Wie viele Sklaven arbeiten eigentlich für mich?

Was jeder einmal ausprobieren sollte, ist diese Webseite: http://slaveryfootprint.org/

Dort macht man Angaben zum eigenen Konsumverhalten und bekommt dann eine Übersicht darüber, wie viele „moderne Sklaven“ weltweit für einen arbeiten. Man kann das wohl leider nicht vermeiden, wenn man nicht gerade ohne Hab und Gut fernab in einer Selbstversorgerhütte leben möchte, aber es hilft vielleicht schon, sich diese Vorgänge und Bedingungen ins Gedächtnis zu rufen, um dann bewusster zu entscheiden. Das wäre doch ein schöner Vorsatz für das neue Jahr, oder? Wie denkt ihr darüber und wie viele Sklaven arbeiten für Euch?

Hier geht es zum Projekt der fairen Mouse: http://www.nager-it.de/

Und hier der Artikel in der CT: http://www.heise.de/ct/artikel/Hier-kommt-die-faire-Maus-1766981.html


admin • 23. Dezember 2012


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